Hedge Accounting nach IFRS 9 – Was sollten Treasurer beachten?

Am 1. Januar 2018 trat die Bilanzierungsvorschrift IFRS 9 – Finanzinstrumente (Financial Instruments) in Kraft und ersetzte offiziell den Vorläufer IAS 39 — Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (Financial Instruments: Recognition and Measurement).  Ein Bereich, in dem IFRS 9 große Auswirkungen für Unternehmen hat, ist das Thema Hedge Accounting.  Während IAS 39 als regelgebundener Standard wahrgenommen wurde, der das Thema Hedge Accounting losgelöst vom Thema Treasury behandelte, ist die Zielsetzung von IFRS 9, Ergebnisse aus dem Hedge Accounting mit der Risikomanagement-Praxis im Treasury in Einklang zu bringen. In vielen Fällen stellen die neuen Vorschriften eine Vereinfachung im Hedge Accounting dar. Gleichzeitig gibt es bestimmte neue Vorgaben, denen sich Treasurer bewusst sein sollten. In diesem Beitrag sollen einige der neuen Möglichkeiten und Herausforderungen zur Sprache kommen, mit denen Treasurer bei der Umsetzung von IFRS 9 konfrontiert werden.

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Digitaler Wandel im Zahlungsverkehr

Digitale Trends und disruptive Technologien prägen den internationalen Zahlungsverkehr und verändern auch die Arbeitswelt der Treasurer. Doch welche Themen sind für Treasurer bereits heute relevant und wie werden diese den internationalen Zahlungsverkehr in naher Zukunft tatsächlich beeinflussen?

Fiber Optics – Image by © Tom Grill/Corbis

Cyber Security und Big Data

Eine dringende Zahlungsanweisung per E-Mail, die vermeintlich vom Finanzvorstand oder gar dem CEO des Unternehmens (CEO Fraud) stammt – dies kann ein Betrugsversuch sein, der täuschend echt aussieht. Sind entsprechende Zahlungen erst ausgeführt, ist es meist nicht mehr möglich, das Geld wieder zurückzuholen. Betrugsversuche wie diese nehmen zu und machen das Thema Cyber Security, für Treasurer und Banken gleichermaßen, wichtiger denn je. Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) spielen hier bankseitig mittlerweile eine zentrale Rolle und entsprechende Zahlungsverkehrslösungen sind im Kommen. Die Deutsche Bank implementiert zur Zeit ein selbstlernendes IT-System, welches über die Analyse großer Datenmengen („Big Data“) des Transaktionsverhaltens von Kunden unübliche Transaktionsmuster, beispielsweise eine neue Kontonummer oder einen untypischen Betrag, erkennt und für eine Überprüfung durch den Kunden aussteuert. Auch bei Anbietern von Treasury-Software gibt es inzwischen solche Lösungen, um Betrugsfälle idealerweise schon vor der Übermittlung an die Bank zu entdecken.

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Ein Leitfaden zur Anwendung „digitaler Disruptoren“ [Fachbeitrag]

Ein Händler im alten Sumer hielt zum ersten Mal den Verkauf von Vieh auf einer Schiefertafel fest. 5.000 Jahre später hat sich aus dieser ersten „Geschäftstechnologie“ eine neue Klasse von Tools unter dem Begriff „Digitalisierung“ herausgebildet. Doch wie lässt sich durch die gezielte Anwendung und sinnvolle Integration der neuen Technologien im Corporate Treasury tatsächlich Mehrwert generieren?

Stellvertretend für den Begriff „Digitalisierung“ steht das allgegenwärtige Chaos aus Cloud, Robotics, Analysetools, künstlicher Intelligenz, Automatisierung und vielem mehr. Hier den Überblick zu behalten ist herausfordernd. Hilfreich ist zunächst eine grundsätzliche Unterteilung der Technologien und Tools in zwei Kategorien. Einerseits sind einige der neuen digitalen Technologien, die dem Corporate Treasury zur Verfügung stehen, speziell auf die Weiterentwicklung von Kernsystemen und bereits bestehenden Funktionalitäten ausgerichtet. Andere, die wir als Exponentials bezeichnen, sollen komplett neue, andersartige Funktionsumfänge bereitstellen. Insgesamt bilden all diese Technologien einen „Werkzeugkasten“, auf den das Treasury zurückgreifen kann, um die eigene Leistung zu verbessern und für das Unternehmen effektiver zu erbringen – was insbesondere bei der Kombination dieser Tools zum Tragen kommt.

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Mehr Transparenz im globalen Zahlungsverkehr [Fachbeitrag]

Schnell, transparent, fehlerfrei, preiswert – diese Anforderungen stellen Treasurer an den internationalen Zahlungsverkehr. Eine neue Initiative soll helfen, diese Ziele zu erreichen.

Informationen sind heute sofort, jederzeit und weltweit über das Internet verfügbar. Verbraucher können Zahlungen schon lange per Knopfdruck veranlassen. Das hat auch die Ansprüche der Firmenkunden an die Zahlungsdienste ihrer Banken grundlegend verändert –  Treasurer nutzen diese Annehmlichkeiten im privaten Leben und erwarten das auch in ihrem Arbeitsleben.

Das traditionelle Korrespondenzbankmodell kann das jedoch nicht leisten: Internationale Überweisungen von Unternehmen brauchen meist mehrere Tage, die Kosten sind intransparent, das Eintreffen der Zahlung ist nicht absehbar, die Gutschrift wird nicht bestätigt, manche Informationen sind gar nicht verfügbar. Dieser Status quo ist in der heutigen Welt nicht mehr akzeptabel. Unternehmen wollen ihre Rechnungen überweisen, ohne Geld im Umlauf zu binden oder verspätete Zahlungen zu riskieren. Um effizienter arbeiten zu können und Probleme zu vermeiden, brauchen sie die Übersicht über Kosten und Abzüge sowie reibungslose Abläufe durch die Bestätigung der Gutschrift bei ihrem Zulieferer.

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